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Aktivitäten - Exkursionen und Vorträge

Aktuelle Aktivitäten: März bis Mai 2019

Unser Veranstaltungskalender, der quartalsweise erscheint, enthält nicht nur die Aktivitäten der Archäologischen Gesellschaft in Sachsen e.V., sondern auch ausgewählte Veranstaltungen Dritter, die unser Programm thematisch und räumlich ergänzen. Hinweise, Ergänzungen und Vorschläge hierzu werden natürlich gerne postalisch oder per Mail an aktivitaetenagis.sachsende entgegen genommen!

Veranstaltungskalender Januar - März 2019


Auf einen Blick: die aktuellen AGiS-Aktivitäten

Leitung: Dr. Susanne Baudisch (AGiS-Mitglied)

Schloss Frohburg, etwa 40 Kilometer südlich von Leipzig, war bis vor wenigen Jahren weder als spannendes Ausflugsziel noch architektonisches Kleinod in der Region zwischen Altenburger und Kohrener Land bekannt. Inzwischen ist die eher kleine Anlage in einer Reihe mit Burgen und Schlössern wie Posterstein, Gnandstein oder Kohren zu nennen - ein Ergebnis schrittweiser Sanierung, Bauforschung und musealer Präsentation seit den 1990er Jahren. Die Vierflügelanlage ist umgeben von einem Park und dem weitläufig ausgreifenden Bereich des ehemaligen Wirtschaftshofes; Areal und Schlossbau laden zu einer (bau-) historischen Zeitreise ein. In seinem Ursprung geht Schloss Frohburg auf einen mittelalterlichen Wehr- und Wohnbau zurück, neuerbaut als steinerne Burg vor 1200 von den Burggrafen von Altenburg, einst am nördlichen Grenzsaum des Pleißenlandes zur Mark Meißen gelegen. Hier geboten die Burggrafen über eine kleine, allodiale Rodeherrschaft; 1233 zählten dazu der befestigte Wohnsitz mit der Johanneskapelle sowie Pfarrkirche und Marktsiedlung Frohburg mit acht umliegenden Orten. Bemerkenswert ist, dass der heutige, trapezförmige Gebäudegrundriss bereits in der Entstehungszeit der Burg vorgegeben wurde: zwei langen romanische Bauphasen folgten Umbauten der Spätgotik, Renaissance, des Barock und Klassizismus sowie aus jüngerer Zeit. Spannende Einblicke vermitteln auch die auf drei Ebenen angelegten Keller, darunter mit historischer Baunaht und Pietra Rasa-Befund. Zahlreiche, wechselnde Besitzer wirkten prägend als Bauherren, dieser stete Wandel vom Mittelalter bis zur Gegenwart lässt sich heute eindrucksvoll nachvollziehen.

Ausgehend von Frohburg erfolgt die Erkundung des Umlandes: Greifenhain (Pfarrkirche, vermeintlicher ma. Herrensitz) - Benndorf (Gut mit Park: ma. Herrensitz, Wasserburg) - Nenkersdorf (Kirche) - Prießnitz (ersterwähnt 977; Gut und Pfarrkirche) - optional: Flößberg (Gut: ma. Herrensitz, Burg).

Anfahrt und Treffpunkt: Schloss Frohburg, Florian-Geyer-Strasse 1, 04654 Frohburg, Parkmöglichkeit entlang Florian-Geyer- Straße nach Süden oder Parkplatz am Brauhaus/Stadtbibliothek (nördlich vom Schloss). Festes Schuhwerk und warme Kleidung erforderlich.

Ablauf

ab 9:30 Uhr Willkommens-Café im Museum, Karte zur Exkursionsroute wird vor Ort ausgegeben

10:00 Uhr Start zum Rundgang mit Museumsleiterin Konstanze Jurzok und Susanne Baudisch, Highlight: mittelalterliche Keller auf mehreren Etagen

12:00-12:30 Uhr Abfahrt nach Greifenhain (Nachbarort)

12:40 Uhr Treff an der Kirche in Greifenhain mittelalterlichen Pfarrkirche: romanische Chorturmkirche mit Umbauten - vermeintlicher Herrensitz des 12./13. Jh. in exponierter Lage

Mittagseinkehr im "Erbhof Greifenhain" (Angebot siehe unten)

13:00-14:00 Uhr Mittagseinkehr im "Erbhof Greifenhain" (Angebot siehe unten), begleitend Informationen zum Exkursionsthema

Rundfahrt im Frohburger Umland: Mittelalterliche Burgen, Siedlungen und Kirchen

14:00 Uhr Abfahrt mit PKWs ab Greifenhain

Gut Benndorf: überbaute und eingeebnete mittelalterliche Wasserburg im Gutsbereich, mit Schlosspark; Herrensitz 1216/1233, romanische Saalkirche (Pfarrkirche) Anf. 13. Jh.

Marienkirche Nenkersdorf: im Ursprung romanische Saalkirche, bedeutender Schnitzaltar (1519), Wallfahrtskirche

Gut und Kirche Prießnitz: Ort im 10. Jh. ersterwähnt (977 curtis des Bt. Merseburg), Schloss 17. Jh. im Gutsbereich; ma. Pfarrkirche, 1616 Erweiterung zum Memorialbau für Anna v. Einsiedel

Optional (sofern noch Zeit) oder auf Rückfahrt: Schloss Flößberg Sitz der Herren von Floßberg (1206), Zweig der Burggrafen von Altenburg, dies. auch zu auf Frohburg, überbaute Wasserburg (castrum et villa 1350), mittelalterliche Pfarrkirche

Veranstaltungsende: gegen 16-17 Uhr

Kosten: Teilnahme frei.

Mittagsangebot für 9,90€: 1 - Schweinegeschnetzeltes mit Rahmchampignon und Spätzle. 2 - Vegetarische Gemüse-Spaghetti mit Parmesan. 3 - Schweinebraten mit Rotkraut und Klößen.

Die Exkursion ist ausgebucht.

Mitfahrgelegenheit ab Dresden für AGiS-Mitglieder auf Anfrage.

ABLAUF zum download.

In Kooperation mit Museum Schloss Frohburg und dem Landesamt für Archäologie Sachsen.

Abbildungsnachweis: © Susanne Baudisch

Leitung: Dr. Bernd Hofmann (AGiS-Mitglied)

Treffpunkt: Parkplatz und ÖPNV-Haltestelle Bonnewitzer Straße, Groß-Graupa, gegenüber "Staatsbetrieb Sachsenforst"

Die Borsberghänge bildeten über lange Zeit einen Verkehrskorridor, der die Niederung nördlich von Pirna über Graupa mit dem Schönfelder Hochland verband. Er war ein wichtiger Abschnitt des überregionalen Verkehrszuges zwischen Böhmen im Süden und der "Via Regia" bei Königsbrück im Norden. Mehrere voneinander unabhängige Verkehrs­trassen hatten sich herausgebildet, die wir  begehen werden. Der Hinweg führt über den Großgraupaer Kirchweg, den Leitenweg und den Kleingraupaer Kirchweg nach Zaschendorf. Für den Rückweg folgen wir dem Pirnaer Marktweg. Es erwartet uns teilweise mittelschweres Waldgelände. Festes Schuhwerk erforderlich.

Wegstrecke: ca. 9 km. Gelegenheit zur Mittagseinkehr im "Windmüllerhaus" in Zaschendorf. Veranstaltungsende: ca. 16 Uhr.

STRECKENPLAN

Um ANMELDUNG bis 17. März wird gebeten.

Abbildungsnachweis: © Bernd Hofmann

Unsere Jahrestagung und Mitgliederversammlung finden in diesem Jahr im Benno-Werth-Saal des Riesaer Stadtmuseums statt. Der öffentliche Vortragsteil widmet sich dem Thema "Natur - Kulturlandschaft", das aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet wird. Daneben gibt es Gelegenheit zur Besichtigung des Museums. Dankenswerterweise bereichert unser Mitglied Jörg Danielczyk, Chefdesigner a.D. der Meißner Porzellanmanufaktur, den Tag durch eine exklusive Ausstellung seiner Bilder mit archäologischen Motiven.

Ort: Stadtmuseum Riesa, Poppitzer Platz 3, 01589 Riesa

Ablauf:

9.30 Uhr: Öffnung Tagungsbüro

10.00 Uhr: Begrüßung durch den Vorsitzenden, Dr. Thomas Westphalen, und Grußworte von Oberbürgermeisters Marco Müller und Museumsleiterin Maritta Prätzel

10.15 Uhr Vorträge:

Dr. Peter Kneis: "Bürgerschaftliches Engagement für die Natur: Beispiele aus der Riesaer Heimat"

Dr. Michael Strobel: "Alfred Mirtschin - ehrenamtliches Engagement schafft archäologische Landschaften"

Pavla Ender: "Ergebnisse der Bearbeitung der Sammlung Mirtschin im Stadtmuseum Riesa"

Dr. Wolfgang Ender/ Margit Georgi M.A.: "Archäologie einer Flusslandschaft - Neue Ausgrabungen im Raum Riesa"

12.15 Uhr Mittagsimbiss im Museum mit Gelegenheit zum individuellen Ausstellungsrundgang

13.15 Uhr Mitgliederversammlung (nur für AGiS-Mitglieder)

Tagesordnung:

1. Begrüßung

2. Bekanntgabe schriftlich eingegangener Anträge zur Tagesordnung

3. Feststellung der Beschlussfähigkeit

4. Rechenschaftsbericht zum abgelaufenen Geschäftsjahr einschließlich der Beiratssitzung

5. Kassenbericht

6. Bericht der Kassenprüfer

7. Entlastung des Vorstandes

8. Neuwahlen von Vorstand und Kassenprüfern

9. Vorausschau auf die Aktivitäten 2019

10. Entwicklungsmöglichkeiten der AGiS

11. Jahrestagung und Mitgliederversammlung 2020

12. Sonstiges

Anträge zur Tagesordnung der Mitgliederversammlung richten Sie bitte in schriftlicher Form bis zum 27. März 2019 an den Vorstand. Alle amtierenden Vorstandsmitglieder stellen sich wieder zur Wahl. Vorschlagsberechtigt sind satzungsgemäß alle ordentlichen Mitglieder der Gesellschaft.

14.30 Uhr Kaffeepause

15 Uhr Busexkursion zur Gedenkstätte Ehrenhain-Zeithain und zum Kriegsgefangenenlager Zeithain (Führung durch den Gedenkstättenleiter Jens Nagel).

Kosten: 10€ Tagungsgebühr (inkl. Mittagsimbiss, Kaffee und Kuchen). Busexkursion: max. 10€. Barzahlung im Tagungsbüro.

Um verbindliche ANMELDUNG bis 28. Februar wird gebeten. Bitte geben Sie auch an, ob Sie an der Exkursion teilnehmen möchten.

Abbildungsnachweis: © Stadtmuseum Riesa

Leitung: Dipl.-Prähist. Volkmar Geupel (AGiS-Mitglied) und Dr. Thomas Westphalen

Die siedlungsfreundliche Offenlandschaft an der Zwickauer Mulde rund um Rochlitz bildete in frühmittelalterlicher Zeit eine von eingewanderten Slawen geschaffene Siedlungskammer. Im Zentrum des Kleingaues liegen die zwei nach Ausweis der archäologischen Funde im 8./9. Jh. errichteten großflächigen Wallanlagen "Porschel" bei Köttern und "Borstel" bei Fischheim, deren Namen sich von mhd. burcstal = "Stelle, Standort einer Burg" herleiten. G. Billig nimmt sie für zwei der beim sog. Bayerischen Geographen (Geographus Bavarus), einer schriftlichen Quelle aus der Mitte des 9. Jahrhunderts über die Siedlungsgebiete der Slawen, genannten Burgbezirke in Anspruch. Nach der offenbar unkompliziert erfolgten deutschen Einnahme des slawischen Kleingaues - entscheidend waren auch für das Muldegebiet die Eroberung der sorbischen Stammburg Gana und die Gründung Meißens 929 durch Heinrich I. - formierte sich in der zweiten Hälfte des 10. Jh. der Burgward Rochlitz mit der Burg im Bereich des heutigen Schlosses als Verwaltungsmittelpunkt. In der östlichen Vorburgsiedlung befindet sich mit der Petrikirche die älteste Kirche des Gaues und zugleich Missionskirche, in der 1017 Thietmar von Merseburg Firmungen vornahm. - Wie Funde belegen, bestanden die altslawischen Burgwälle weiter, waren aber dem Burgwardmittelpunkt untergeordnet. Mit dem Wechsel vom salischen zum staufischen Herrscherhaus gelangte der alte Kleingau Rochlitz durch König Konrad III. 1143 an die Wettiner. Graf Dedo, Ahnherr der Groitzsch-Rochlitzer Linie, stiftete in Zschillen (1174 als Zsilen, seit 1536 mit dem Namen Wechselburg belegt) ein als Hauskloster Dedos vorgesehenes Augustiner-Chorherrenstift, das 1753-1756 von einem Schloss überbaut wurde, die 1168 geweihte romanische Stiftkirche blieb aber erhalten.

Ablauf:

9.30 Uhr: Treffpunkt auf dem Parkplatz "Zentrum" in der Uferstraße in Rochlitz, am östlichen Ortseingang von Rochlitz, unmittelbar nach Passieren der Brücke über die Mulde links auf den Parkplatz einfahren.

10.00 Uhr: Burgwall "Porschel" bei Döhlen-Neudörfchen. Große mehrteilige, zeitlich gegliederte Anlage von ca. 200 m Länge und 75 m Breite in Spornlage.

11.30 Uhr Fahrt nach Fischheim.

12.00 Uhr: Burgwall "Borstel" bei Fischheim. Großer, z. T. doppelter Ringwall von 200 x 140 m auf Geländekuppe am Hochufer der Mulde.

13.15 Uhr Fahrt in den Ort zur Gaststätte "Zur Einkehr". Sollte zwischen den Besuchen der beiden Wallanlagen genügend Zeit bleiben, wird noch der kleinere altslawische Burgwall "Borstel" in Biesern angefahren.

Mittagseinkehr: 13.30 Uhr im Gasthaus "Zur Einkehr" in Fischheim

14.30 Fahrt nach Wechselburg

15.15 Uhr: Besichtigung (mit Führung) der Stiftskirche und des Kloster- bzw. Schlossparkes.

Veranstaltungsende: gegen 16.30 Uhr

Kosten: Teilnahme für Mitglieder frei. Nicht-Mitglieder: 2€

Mittagsangebot: 1: Zunge, Kartoffeln, Schwarzwurzelgemüse (10,50€). 2: Zwiebelfleisch, 2 Klöße, Rotkohl (9,90 €). 3: Sauerbraten, 2 Klöße, Rotkohl (11,50€). 4: Bunter Salat, Käse (9€)

Um ANMELDUNG bis 18. April 2019 wird gebeten. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, welches Mittagsangebot Sie wählen.

Mitfahrgelegenheit ab Dresden für AGiS-Mitglieder auf Anfrage.

Abbildungsnachweis: © Volkmar Geupel

Leitung: Matthias Weinhold und Dr. Ingo Kraft (Landesamt für Archäologie)

Details folgen.

Teilnahme nur für angemeldete AGiS-Mitglieder. Der Treffpunkt wird nach Bestätigung Ihrer Anmeldung bekannt gegeben.

Kosten: 10€/ Person

Um ANMELDUNG wird gebeten.

Abbildungsnachweis: © Matthias Weinhold