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Aktivitäten - Exkursionen und Vorträge

Aktuelle Aktivitäten: Februar - Juni 2020

Unser Veranstaltungskalender, der quartalsweise erscheint, enthält nicht nur die Aktivitäten der Archäologischen Gesellschaft in Sachsen e.V., sondern auch ausgewählte Veranstaltungen Dritter, die unser Programm thematisch und räumlich ergänzen. Hinweise, Ergänzungen und Vorschläge hierzu werden natürlich gerne postalisch oder per Mail an aktivitaetenagis.sachsende entgegen genommen!

Vorläufiger Terminplan 2020 (Stand: 01.02.2020) 


Auf einen Blick: die aktuellen AGiS-Aktivitäten

Am Samstag, dem 16. Mai wird der "Archaeo-Pfad Dresden - kulturhistorischer Rundwanderweg am Geberbach" offiziell den Dresdner Bürgerinnen und Bürgern übergeben. Aufgrund der derzeitigen Pandemiesituation wird es keine zentrale Eröffnung geben. Alternativ werden um 10 und 11 Uhr an fünf ausgewählten Standorten kurze Einführungen angeboten. Bis 12 Uhr stehen Ihnen dort Dr. Thomas Westphalen, Dr. Florian Innerhofer, Margit Georgi M.A., Anja Kaltofen M.A. und Steffen Bösnecker als Ansprechpartner zur Verfügung.

Wegverlauf und Standorte der Einführungen

Der Rundgang erfolgt individuell.

Ausgangspunkt des Rundweges ist das Prohliser Palitzsch-Museum (Gamigstraße 24, 01239 Dresden) - eine günstige Gelegenheit diesem einen Besuch abzustatten.

Nach vorheriger Absprache können wir AGiS-Mitgliedern bei dieser Gelegenheit ihre Jahresgabe (u.a. das Begleitheft zum Wanderweg "Nickern und Prohlis - Archäologie und Geschichte am Geberbach in Dresden"/ Archaeonaut 13) aushändigen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Leitung: Matthias Weinhold

Nach derzeitigem Stand beabsichtigen wir, die Veranstaltung durchzuführen. Details folgen.

Kosten: 10 €

Begrenzte Teilnehmerzahl. Verbindliche ANMELDUNG bis 31. Mai erforderlich.

Abbildungsnachweis: © Falk Bürger

Gemeinsame Busexkursion mit der Deutschen Burgenvereinigung e.V./ Landesgruppe Sachsen

Leitung: Dr. Ines Spazier

Abfahrt: 8.00 Uhr, Bushaltestelle Bayrische Straße am Dresdner Hauptbahnhof, 01069 Dresden

Samstag, 27. Juni: Dresden - Zarki Wielki (Groß Särchen) - Trzebiel (Triebel) - Zary (Sorau) - Bialowice (Billendorf) - Biecz (Beitzsch) - Brody (Pförten) - Cottbus

Verpflegung: in Sorau individuelles Mittagessen oder Selbstversorger, abends mit Halbpension im Hotel

  • Groß Särchen: 1353 der Sare, Raubschloss, kreisrunder Burghügel von 50 m Durchmesser und 3 m Höhe, Ruine eines ehem. dreigeschossigen, quadratischen Burghauses wohl aus dem 16. Jh. noch erhalten, Ziegelbau, gliedert sich in Haupt- und Vorburg, Vorburggelände im Osten deutlich erhöht
  • Triebel: 1329 Trybul et Prybus castris et oppidis, ehemalige Wasserburg, befand sich im Rittergutsbereich, jetzt Gutshaus von 1729, befindet sich auf einer Kuppe, die allseitig von einem Wassergraben umgeben war, der teilweise noch erhalten ist
  • Sorau: 1325 civitas et castum Soraw, Burg wohl Mitte des 13. Jhs. entstanden, 13./14. Jh. von Döben und von Pack Besitzer der Herrschaft und der Burg, von 1355-1551 Bibersteinscher Besitz, danach unter denen von Promnitz bis 1765 als Herrschaft Sorau-Triebel, nach 1765 sächsischer Staatsbesitz; Schlosskomplex in Biberstein- und Promnitzschloss gegliedert, Letzteres Anfang des 18. Jhs. errichtet, 2019 Schloss nach Sanierung durch Feuer beschädigt. Die mittelalterliche Burg befand sich im Bereich des Bibersteinschlosses, quadratischer Bau mit Turm und Innenhof, dreigeschossiges Gebäude, im 16. Jh. unter Verwendung gotischer Bauteile erbaut, burgartiger Charakter in seiner ursprünglichen Form wohl aus dem Spätmittelalter erhalten geblieben, Backstein- und unregelmäßiges Feldsteinmauerwerk, spätmittelalterliches Gewölbe im Saal, Wassergraben im Westen und Nordwesten erhalten geblieben
  • Billendorf: Wasserburg, allseitig von einem Wassergraben umgeben, der eine quadratische Innenfläche von 40 m Seitenlänge umschloss, Wassergraben war noch bis Anfang des 20. Jhs. auf der Nord-, West-, und Ostseite erhalten, jetzt teilweise eingeebnet, Gutshaus war ein Putzbau aus dem 18. Jh., als Ruine erhaltenFundplatz der bekannten früheisenzeitlichen Billendorfer Kultur (7./6. Jh. v. Chr.). namengebendes Gräberfeld liegt unweit des Schlosses im Wald
  • Beitzsch: ab 1937 Beitsch, 1316 dominus Johannes de Bitsch, ab 14. Jh. Sitz der Herren von Beitsch, ein aus Schlesien eingewandertes Geschlecht, die hier eine kleine Herrschaft aufbauen konnten, Wasserburg sowie der Rittergutskomplex waren vollständig mit einem Wassergraben umgeben, der nur noch teilweise erhalten ist, Rittergutskomplex mit Wohngebäuden und Wirtschaftshof noch gut erkennbar, Gutshaus ist heute eine Dreiflügelanlage, war ursprünglich quadratisches Gebäude
  • Pförten: besaß keine mittelalterliche Burg, entwickelte sich im 15. Jh. vom Dorf zum Städtchen, gehörte bis 1668 der Familie von Biberstein zur Herrschaft Forst-Pförten, ab 1740 bis 1945 unter Grafen von Brühl verwaltet, unter diesem Stadtanlage nach Plänen des Oberlandbaumeisters von Knöffel vollständig verändert und als Rechteck angelegt, Schloss ein dreigeschossiger Putzbau von 1741/49

Gegen 17.30 Uhr Ankunft im Hotel Dorotheenhof, Waisenstr. 19, 03046 Cottbus

Sonntag, 28. Juni: Cottbus - Polanowice (Niemitzsch) - Sekowice (Schenkendorf) - Amtitz (Gebice) - Dresden

Abfahrt gegen 9.30 Uhr

Verpflegung: nach Amtitz kleiner Imbiss am Bus oder Mittagessen bei Forst

  • Niemitzsch: Burgwall "Das heilige Land", frühe deutsche Burg des 10.-13. Jhs., ab 1000 burgwardim Niempsi bis Anfang des 13. Jhs. mehrfach als Besitzung des Kloster Nienburg an der Saale erwähnt, zum Burgwall gehörten sechs Dörfer, noch 1244 tritt ein castellanus de Nimiz auf. Ovaler Burgwall von 175 x 145 m Größe, in Haupt- und Vorburg gegliedert, Gelände steigt leicht zur Mitte an, besitzt teilweise noch eine Höhe von 3 bis 4 m, im 19. Jh. waren im Süden des Burgwalles noch Reste einer Kapelle sichtbar, die Kapelle war ca. 15 x 8 m groß
  • Schenkendorf: Stammsitz der 1300 erstmals erwähnten Schenken von Schenkendorf, einem Seitenzweig derer von Landsberg, sie besaßen das Schenkenamt bei dem Markgrafen der Ostmark, mit dem sie wohl unter Heinrich dem Erlauchten ausgestattet worden sind, ab dem 14. Jh. Entwicklung zur Herrschaft. Spornartige Burganlage von ca. 65 x 50 m, war Ende des 18. Jhs. noch allseitig von einem Wassergraben umgeben, ursprünglich zweiseitiger Wohn- und Wirtschaftskomplex, im Südwesten Ruine aus Feldsteinen und Ziegelmauerwerk mit Kreuzgratgewölbe vorhanden
  • Amtitz: Schloss und Wirtschaftshof nur noch als Ruine erhalten, südöstlich des Gutshauses noch Wassergrabensegment vorhanden.

Ankunft in Dresden gegen 17.00 Uhr.

Kosten: Einzelzimmer mit Frühstück: 115 €. Doppelzimmer mit Frühstück: 175 €

Anmeldungen bitte direkt an Herrn H.G. Knorr über hg.k99gmxde.

ABLAUF & KONDITIONEN zum download

Abbildungsnachweis: © AGiS

Mitglieder erhalten in diesem Jahr den Begleitband zur aktuellen Sonderausstellung "Das Ende der Steinzeit - Die ersten Bauern in der Lausitz" (Museum der Westlausitz Kamenz),  "Archaeo" Heft 16 sowie "Archaeonaut 13: Nickern und Prohlis - Archäologie und Geschichte am Geberbach in Dresden" als Jahresgabe.

Die Zustellung erfolgt im Mai/ Juni. Mithilfe beim Versand ist willkommen!

 

Abbildungsnachweis: © Museum der Westlausitz Kamenz

Bei unserem Besuch auf Burg Schönfels im Juni diesen Jahres wurde deutlich, wie viel Aufbauarbeit noch für die Erhaltung dieser einzigartigen Burg zu leisten ist. Unser Mitglied Dr. des. Susann Lentzsch geht diese Herausforderung mit viel Enthusiasmus an. Beim Aufbau einer kleinen Fachbibliothek möchten wir sie tatkräftig unterstützen. Wenn Sie Fachliteratur zu den Themen Archäologie, Baugeschichte, Kunstgeschichte, Sächsische Landesgeschichte o.ä. als Spende abgeben möchten, ist dies eine gute Gelegenheit. Vielleicht auch ein willkommender Anlass, daheim Platz zu schaffen!

Bei Vermittlung und Transfer sind wir als Archäologische Gesellschaft gern behilflich.

Wenn Sie Bücher spenden möchten, wenden Sie sich bitte über das KONTAKTFORMULAR an uns.

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