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Aktivitäten - Exkursionen und Vorträge

Aktuelle Aktivitäten: Oktober bis Dezember 2018

Unser Veranstaltungskalender, der quartalsweise erscheint, enthält nicht nur die Aktivitäten der Archäologischen Gesellschaft in Sachsen e.V., sondern auch ausgewählte Veranstaltungen Dritter, die unser Programm thematisch und räumlich ergänzen. Hinweise, Ergänzungen und Vorschläge hierzu werden natürlich gerne postalisch oder per Mail an aktivitaetenagis.sachsende entgegen genommen!

 

Veranstaltungskalender Oktober - Dezember 2018


Auf einen Blick: die aktuellen AGiS-Aktivitäten

Gemeinschaftsexkursion mit dem Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V.

Exkursionsleitung: Dr. Thomas Westphalen. Ausstellungsführung: Markus Cottin M.A. (Kurator)

Vor 1000 Jahren starb Thietmar von Merseburg, einflussreicher Bischof im Reich der Ottonen und Vater der mitteldeutschen Geschichtsschreibung. Dies ist Anlass und Ausgangspunkt der Sonderausstellung "Thietmars Welt - Ein Merseburger Bischof schreibt Geschichte", die an seiner Wirkungsstätte - dem Merseburger Dom - präsentiert wird. Thietmars berühmte Chronik illustriert anschaulich und lebendig politische und geistliche Ereignisse des 11. Jahrhunderts, bedeutende Personen wie Päpste, Kaiser, Könige und Bischöfe mit all ihren Errungenschaften und Zweifeln sowie religiöse, kulturelle, wirtschaftliche und ethnologische Beobachtungen dieser Zeit.

Route: Eisdorf - Eythra - Lützen (Schlacht von Lützen 1632) und Großgörschen (April 1813) Theodor Kröner (Lützow - Denkmal in Kleinschkorlopp) - Röcken (Geburtsort von Friedrich Nietzsche) - Dehltiz bei Weißenfels (slawischer Friedhof, Burgwall und Kirche) - Merseburg. Unterwegs begegnen wir wiederholt dem Elsterfloßgraben.

In Merseburg gibt es Gelegenheit zur Mittagseinkehr. Rückkehr gegen 20 Uhr.

Treffpunkt: 8.00 Uhr Hauptbahnhof Dresden, Bayrische Straße

Nach Absprache können Interessenten aus dem Leipziger Raum auf dem Parkplatz des Freizeitparks BELANTIS (an der A38) zusteigen. Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie ggf. freie Plätze für die Fahrt zum Freizeitpark BELANTIS haben. Wir würden uns um die Vermittlung von Mitfahrer/innen bemühen.

Kosten: AGiS-Mitglieder 35 € (inkl. Museumseintritt). Nichtmitglieder: 40 €

Die ANMELDUNG erfolgt über den Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V. Bitte teilen Sie bei Ihrer Anmeldung dem Landesverein Sächsischer Heimatschutz ihre Telefonnummer mit, damit Sie bei Änderungen kontaktiert werden können.

Referent: Prof. Dr. Matthias Untermann (Zentrum für Europäische Geschichts- und Kulturwissenschaften, Universität Heidelberg)

Ort: smac -Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz, Vortragssaal im 5. OG, Stefan-Heym-Platz 1, 09111 Chemnitz

Die karolingische Torhalle ist der weltweit bekannte Überrest der hochbedeutenden Reichsabtei, die seit mehr als 100 Jahren archäologisch erforscht wird. Neue Grabungen und Bauuntersuchungen 2010-2016 haben fast alle bislang sicher scheinenden Daten und Fakten zum Kloster Lorsch widerlegt. Auch wenn der Schutz des Bodendenkmals an erster Stelle stand, wurden wichtige archäologische Befunde dokumentiert, die ein eindrückliches neues Bild der Klosterstätte zeichnen, die erst ein Benediktinerkloster, später ein Prämonstratenserstift war.

Der Vortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe Von Chemnitz bis Lorsch statt - ein Gemeinschaftsprojekt der AGiS, des Landesamtes für Archäologie Sachsen, des Freundeskreises des Schloßbergmuseums und des Staatlichen Museums für Archäologie Chemnitz, gefördert durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung.

Kosten: Für AGiS-Mitglieder und "Freunde des smac" freier Eintritt. Nicht-Mitglieder: 3€

Bildnachweis:@ Institut für Europäische Kulturgeschichte der Universität Heidelberg

Natur-, Prozess- und Denkmalschutz im Seifersdorfer Tal

Leitung: Dr. Thomas Westphalen

Treffpunkt: Wanderparkplatz Seifersdorf, Schönborner Weg, 01454 Wachau

Am nördlichen Stadtrand von Dresden schneidet sich die Große Röder tief in den Untergrund. Bereits vor 2900 Jahren wurde der heutige Burgberg durch einen ehemals mächtigen Abschnittswall befestigt, von dem heute leider nur noch ein kümmerlicher Rest erhalten geblieben ist. Das imposante Durchbruchstal bot die Kulisse für einen großartigen Landschaftspark, der ab 1781 von Hans Moritz Graf von Brühl (1746-1811) und Johanna Christina Margarethe (Tina) (1756-1816) mit großem Engagement geschaffen wurde. Sie konzipierten entlang des Flusslaufes der Großen Röder zahlreiche Gartenpartien, die seit 1981 vom Thalverein e.V. zu neuem Leben erweckt wurden. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts verfielen die Anlagen immer mehr, so dass sich in der Folge ein naturnaher Wald entwickeln konnte, der 1961 als NSG unter Schutz gestellt wurde. Eine über 150 Jahre alte Fichtenpflanzung erinnert an die sich wechselnden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor 150 Jahren. Im Mai 2010 fegte ein Tornado in breiter Front durch das Tal und hinterließ im Hochwald Schneisen der Zerstörung. Das NSG inkl. Landschaftspark befindet sich heute im Eigentum des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz e.V., der insbesondere nach den schweren Tornadoschäden 2010 das forstliche Management zugunsten eines nachhaltigen Prozessschutzes einstellte. Im Tal lässt sich das Spannungsfeld zwischen Naherholung, Gartendenkmalpflege und Naturschutz wie in keinem anderen Gebiet in Sachsen beobachten. Auf unserem Spaziergang wollen wir das Seifersdorfer Tal durchqueren und die Reste des oberhalb des Tals gelegenen früheisenzeitlichen Walls berühren. Im von Karl Friedrich Schinkel geplanten Schloss werden wir schließlich Gelegenheit haben, in einer kleinen Ausstellung die Geschichte von Dorf, Schloss und Tal kennenzulernen.

Dauer: ca. 4 Stunden

Kosten: frei

Um ANMELDUNG bis 20.10.2018 wird gebeten.

Bildnachweis: ©Thomas Westphalen

Referentin: Dr. Ines Spazier (Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Weimar)

Ort: smac -Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz, Vortragssaal im 5. OG, Stefan-Heym-Platz 1, 09111 Chemnitz

Der Vortrag behandelt die Ausgrabungen in den Frauenklöstern Rohr und Frauensee sowie in den Franziskanerklöstern Altenburg, Weida und Eisenach. Dabei konnten Kirchen, verschiedenste Klausur- und Nebengebäude sowie Friedhöfe, in Eisenach auch das Hospital der hl. Elisabeth, untersucht werden. In Saalfeld gelang es, den kompletten oberen Klosterhof mit Kellern und einer Ofenanlage zu ergraben und ein reiches Fundmaterial zu bergen, darunter einen Goldgulden von 1419.

Der Vortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe Von Chemnitz bis Lorsch statt - ein Gemeinschaftsprojekt der AGiS, des Landesamtes für Archäologie Sachsen, des Freundeskreises des Schloßbergmuseums und des Staatlichen Museums für Archäologie Chemnitz, gefördert durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung.

Kosten: Für AGiS-Mitglieder und "Freunde des smac" freier Eintritt. Nicht-Mitglieder: 3€

Bildnachweis:@ Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie

Westeuropa, 20.000 Jahre vor unserer Zeit: Der junge Keda geht mit einer Gruppe auf die Jagd, aber der Trip nimmt eine schlimme Wendung, als er in eine Schlucht stürzt. Schwer verletzt wird er von seinen Kameraden zurückgelassen, die ihn für tot halten. Umgeben von Eis und Schnee kämpft der junge Jäger ums Überleben. Er zähmt einen Wolf, der von seinem Rudel ausgestoßen wurde.

Im Gegensatz zum Kinoabend am 29. Januar 2019 (Save the date!) handelt es sich um eine öffentliche Vorstellung. AGiS-Mitglieder erhalten ermäßigten Eintritt. Klassisches Hollywood-Kino, und vielleicht gerade deshalb familientauglich!

TRAILER

FSK: ab 12 Jahre

Kosten: Erwachsene (AGiS): 6,50 €, Kinder: 4 €

Ort: Programmkino Ost, Schandauer Straße 73, 01277 Dresden

Um ANMELDUNG bis 20.11.2018 wird gebeten.

Führung: ca. 10.30 Martin-Gropius-Bau (Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin). Durch die Ausstellung führt die sächsische Landesarchäologin Dr. Regina Smolnik (Landesamt für Archäologie Sachsen).

Als Adventsveranstaltung steht in diesem Jahr der Besuch der Ausstellung "Bewegte Zeiten - Archäologie in Deutschland" auf dem Programm. Mobilität, Konflikt, Austausch und Innovation: Exponate aus allen deutschen Bundesländern zu diesen Themenfeldern weisen auf persönlicher, wirtschaftlicher und religiöser Ebene auf Folgen überregionaler Interaktion hin. Mit spektakulären Neufunden und neuen Perspektiven auf Altfunde zeigt die Ausstellung ein einzigartiges Netzwerk kultureller Interaktion in Europa seit frühester Zeit bis heute. Sachsen präsentiert sich u.a. mit dem Hacksilberfund von Cortnitz.

Gegen 13/13.30 Uhr ist ein gemeinsames Mittagessen geplant. Danach besteht die Möglichkeit, der Museumsinsel einen Besuch abzustatten oder den Nachmittag individuell zu gestalten.

Rückkehr nach Dresden spätestens gegen 21 Uhr.

Details folgen.

Treffpunkt: 8.00 Uhr, Dresden, Busbahnhof Bayrische Straße (hinter dem Hauptbahnhof)

Kosten: ca. 40 € (bei Gruppenanreise von Dresden)

Um verbindliche ANMELDUNG bis 12. Oktober 2018 wird gebeten.

In Kooperation mit dem Landesamt für Archäologie Sachsen und dem Freunde des smac e.V.

Bildnachweis: ©smithberlin.com

Durch die Sonderausstellung führt Dr. Doreen Mölders (Kuratorin).

Ort: smac -Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz, Stefan-Heym-Platz 1, 09111 Chemnitz

Zeit: wird noch bekanntgegeben

Die Sonderausstellung "SACHSEN BÖHMEN 7000" nimmt die facettenreiche und dynamische Beziehungsgeschichte beider Regionen in einem weiten chronologischen Rahmen von der Steinzeit bis zur Gegenwart in den Blick. Über Grenzen hinweg erzählt die Ausstellung von Verflechtungen, aber auch von Konflikten und Versöhnung, von Liebe und Streit, von Umarmung und Ausgrenzung. Sie lässt uns verstehen, warum sich Sachsen und Böhmen einerseits so nah, andererseits so fern sind. Die Ausstellung präsentiert hochrangige Objekte der Archäologie und Kulturgeschichte aus beiden Regionen und bietet einen exklusiven Blick auf bedeutende Kunstschätze Böhmens. Aber auch die Menschen der Geschichte kommen nicht zu kurz. Denn es sind Männer und Frauen, die als politische Entscheidungsträger/innen, Kirchenvertreter, Intellektuelle, Soldaten, Handwerker und Künstler die Beziehungen knüpfen, pflegen, besiegeln, brechen oder bisweilen ganz verwerfen.

Für Bahnreisende besteht die Möglichkeit, gemeinsam ein Wochenendticket zu nutzen (10€/ 5 Personen).

Um ANMELDUNG wird gebeten.

Bildnachweis:@ zebra consult gmbh