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Aktivitäten - Exkursionen und Vorträge

Aktuelle Aktivitäten: Januar bis März 2018

Unser Veranstaltungskalender, der quartalsweise erscheint, enthält nicht nur die Aktivitäten der Archäologischen Gesellschaft in Sachsen e.V., sondern auch ausgewählte Veranstaltungen Dritter, die unser Programm thematisch und räumlich ergänzen. Hinweise, Ergänzungen und Vorschläge hierzu werden natürlich gerne postalisch oder per Mail an aktivitaetenagis.sachsende entgegen genommen!

 

Veranstaltungkalender Januar - März 2018


Auf einen Blick: die AGiS-Aktivitäten des aktuellen Quartals

Exkursionsleitung: Dr. Susanne Baudisch (AGiS-Mitglied), Dr. Dirk Mütze (Leiter Heim-VHS), Gert Schreiber (Stadtarchivar, Kohrener Geschichtsverein e.V.) und Thomas Göricke (Vors. Kohrener Geschichtsverein e.V.)

Treffpunkt: 10 Uhr am Evangelischen Zentrum Ländlicher Raum/ Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis, Pestalozzistraße 3, 04654 Frohburg, OT Kohren-Sahlis (Anfahrt und Parkmöglichkeiten s.u.)

Namengebender Mittelpunkt des Kohrener Landes ist die Burg Kohren mit der heutigen Stadt Kohren-Sahlis - gelegen am südlichen Ausläufer der Leipziger Tieflandsbucht, zwischen Borna, Altenburg und Rochlitz. Seit dem 9./10. Jahrhundert besiedelt, war das Kohrener Burgareal seit dem 10./11. Jahrhundert zugleich regionaler kirchlicher Mittelpunkt des Bistums Merseburg: 1018 weilte Bischof und Chronist Thietmar von Merseburg persönlich in seinem Hof in Kohren und nahm Firmungen vor. Später war die Burg Kohren Sitz eines gleichnamigen Adelsgeschlechts, ehe sie im 15. Jahrhundert als solche aufgegeben wurde. Von ihrer Blütezeit als Adelssitz künden noch zwei steinerne Rundtürme und Teile der Umfassungsmauer.

Heute ist Kohren-Sahlis vor allem als Töpferstadt überregional bekannt. Die Anfänge der Stadt nahe der Burg führen ins 13. Jahrhundert zurück. Begünstigt durch die geographische Lage im sächsischen Hügelland sind in und um Kohren heute noch auffallend viele Reste von Altwegen festzustellen.

Im nordwestlich angrenzenden Streitwald ist mit der "Alten Burg" oder "Wolfsburg" eine weitere imposante mittelalterliche Wehranlage erhalten. Ihr Bezug zum nahegelegenen Schloss Wolftitz, ursprünglich eine mittelalterliche Wasserburg in der Niederung der Wyhra, scheint gegeben. Beide Anlagen gehörten im 12. und 13. Jahrhundert offenbar einem adligen Geschlecht, das sich wechselnd nach Großpösna, Threna und Wolftitz nannte und das Amt des Burggrafen von Zeitz inne hatte.

Ablauf

10 Uhr Einführung im Christophorus-Saal des Evangelischen Zentrum Ländlicher Raum/ Heimvolkshochschule

Rundgang 1: Burg und Altwege in und um Kohren

10:30-11:30 Uhr Burg Kohren mit Vorburg bzw. Kirche und Pfarrhof

11:30-12:30 Uhr Hohlwegbündel am Ossabach - Wanderung von Kohren zum Ossabach

Mittagspause: 13:00-14:00 Uhr in der Heim-VHS Kohren-Sahlis. Mittagsimbiss (10€, s.u.). Begleitend Bildpräsentation zum Exkursionsthema

Rundgang 2: Burgen und Altwege im Streitwald und in Wolftitz

14:00-16:30 Uhr

  • Fahrt mit PKWs zum Parkplatz am Jägerhaus im Streitwald (Hinweis: Hohlwege am "Fröhnerweg"). Bitte den großen Parkplatz links der Straße, nahe der Bushaltestelle nutzen.
  • Besichtigung der Hohlwege am Jägerhaus
  • Wehranlage "Alte Burg" / "Wolfsburg" auf der Hochterrasse über der Niederung der Wyhra
  • Spaziergang nach Wolftitz (ca. 15 min.) über die Furt an der Wyhra
  • Wolftitz: mittelalterliche Wasserburg; heute im Kern spätgotische Schlossanlage mit jüngeren Umbauten; Besichtigung der Außenanlagen und der Kapelle

Die Exkursion endet zwischen 16 und 17 Uhr auf dem Parkplatz am Jägerhaus Streitwald (individuelle Einkehrmöglichkeit).

Optional: Für Interessierte besteht noch die Möglichkeit der geführten Besichtigung der Hohlwegscharen in der "Putschel" in Sahlis (in kleiner Gruppe, da begrenzte Parkmöglichkeit).

Anfahrt und Parkmöglichkeiten

Bitte nutzen Sie die Parkmöglichkeiten entlang des Marktes der Stadt Kohren-Sahlis. (Navi: Kohren-Sahlis, Marktplatz. Achtung: Seit 01.01.2018 gehört Kohren-Sahlis zur Stadt Frohburg; sofern Sie ins Navi nur "Markt" eingeben, kann es passieren, dass Sie zunächst nach Frohburg auf den Markt geführt werden). Die Heimvolkshochschule Kohren befindet sich im Pfarrhof unmittelbar östlich der Kirche. Sie ist auf einem kurzen Fußweg vom Markt aus zu erreichen: Am oberen Ende des Marktes bitte links in die Kirchgasse einbiegen; diese führt geradewegs zum Pfarrhof.

Kosten: Teilnahme frei.

Mittagsangebot: Gegen einen Obolus von 10 € erhalten Sie ein 3-Gänge-Menü mit Vor-, Haupt- und Nachspeise inkl. Getränken (Kaffee, Tee, Wasser). Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob Sie ein Fleischgericht oder ein vegetarisches Gericht wünschen.

Für Mitglieder steht eine begrenzte Anzahl an Mitfahrgelegenheiten ab Landesamt für Archäologie zur Verfügung (nach Absprache, Abfahrt in Dresden-Klotzsche: 8.30 Uhr). Festes Schuhwerk ist zwingend erforderlich. Warme Kleidung empfiehlt sich, da u.a. Schloss Wolftitz nicht beheizt ist.

Um ANMELDUNG bis 03. März 2018 wird gebeten. Bitte geben Sie bei der Anmeldung Ihre Essenswünsche (s.o.) an.

In Kooperation mit dem Evangelischen Zentrum Ländlicher Raum/ Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis, dem Kohrener Geschichtsverein e.V. und dem Landesamt für Archäologie Sachsen.

Flyer Exkursion Kohrener Land. Bildnachweis: © Susanne Baudisch

Eine Gemeinschaftsveranstaltung vom Förderverein Schloss Schlettau e.V., dem Kulturhistorischen Förderverein Grünhain e.V. und der Archäologischen Gesellschaft in Sachsen e.V. anlässlich des Reformationsjubiläums 2017.

13.00 - 17.00 Uhr

Treffpunkt: Schloss Schlettau, Schlossplatz 8, 09487 Schlettau

Was heute nur noch Wenigen bekannt ist: Im erzgebirgischen Grünhain befand sich im Spätmittelalter mit dem Zisterzienserkloster St. Marien und St. Nikolaus (gegründet 1235) eine der bedeutendsten und wohlhabendsten Abteien Sachsens. Die hiesigen "weißen Mönche" (wie die Zisterzienser aufgrund der Farbe ihrer Ordenstracht genannt wurden) verfügten über einen umfangreichen Grundbesitz, der vom thüringischen Raum bis nach Böhmen reichte. Seit 1413 gehörte auch die Herrschaft Schlettau zu den klösterlichen Besitzungen. 1533/36 wurde das Kloster im Zuge der Reformation aufgelöst, die Gebäude in den folgenden Jahren abgebrochen.

Von der ehemals imposanten Anlage blieben neben der über einen Kilometer langen Umfassungsmauer lediglich drei Gebäude (die allesamt später jedoch eine starke bauliche Veränderung erfahren haben) sowie die Grundmauern der Kirche erhalten. Letztere wurden von 1992 bis 1994 durch das sächsische Landesamt für Denkmalpflege freigelegt. Ende der 1990er Jahre erfolgte schließlich unter der Leitung des Landesamtes für Archäologie Sachsen eine umfassendere Untersuchung und (digitale) Rekonstruktion des einstigen Klosterkomplexes.

Vortragsteil im Rittersaal (13.00 - 14.30 Uhr):

Christian Lieberwirth M.A.: Schlettau und Grünhain - eine alte Beziehungsgeschichte?

Bernd Neukirchner: Einführung in die Geschichte des Klosters Grünhain

Dr. Thomas Westphalen: Die archäologisch-baukundliche Erforschung des Klosters Grünhain

Auto-Exkursion:

14.30 Uhr: Abfahrt nach Grünhain

15.00 - 16.15 Uhr: Führung durch das ehemalige Klostergelände (Dr. Westphalen, B. Neukirchner) und Kaffeepause im historischen Fuchsturm (heute Ausstellungsraum des Grünhainer Berg- und Krippenverein e.V., Spende erbeten)

Fahrt von Grünhain nach Waschleithe

16.45 - 17.00 Uhr: Führung durch die Ruine der St. Oswaldkirche in Waschleithe (B. Neukirchner)

Tagesausklang im Restaurant "Köhlerhütte" in Waschleithe.

Kosten: Mitglieder: 3 €. Nichtmitglieder: 6 €

Für Mitglieder steht eine begrenzte Anzahl an Mitfahrgelegenheiten ab Landesamt für Archäologie zur Verfügung (Abfahrt in Dresden-Klotzsche: 11.00 Uhr).

Um ANMELDUNG wird gebeten.

In Kooperation mit dem Landesamt für Archäologie.

Bildnachweis: © Landesamt für Archäologie Sachsen

Erstmalig führen wir eine mehrtägige Jahrestagung gemeinsam mit den Vereinen "Archäologische Gesellschaft in Berlin und Brandenburg e.V." und " Freunde des smac e.V." durch, die sich dem Thema "Grenzenlos? Archäologie am Fluss - Forschung beiderseits von Oder und Neiße" widmet. Tagungsort ist das Neue Schloss in Bad Muskau, wo Prof. Dr. Louis Nebelsick die Tagung am Freitag-Abend mit einem Vortrag eröffnet. Am Samstag erwartet Sie ein breit gefächertes Vortragsprogramm, eine Führung durch Schloss und Park sowie die Mitgliederversammlung der Archäologischen Gesellschaft. Am Sonntag besteht die Möglichkeit, an einer grenzüberschreitenden Busexkursion teilzunehmen.

ABLAUF

Freitag, 13.04.2018

Öffentlicher Abendvortrag 19:00 Uhr

Prof. Dr. Louis D. Nebelsick (Warschau): Der Goldfund von Vettersfelde und das früheisenzeitliche Burgensystem im Oder-Neiße-Gebiet.

 

Sonnabend, 14.04.2018

9:00 Uhr Öffnung des Tagungsbüros

10:00-10:20 Uhr

Grußworte: Dr. Matthias Rößler, Präsident des Sächsischen Landtags und Schirmherr der Jahrestagung Cord Panning, Geschäftsführer und Parkdirektor der Stiftung "Fürst-Pückler-Park Bad Muskau" Vortragsprogramm

10:20-10:50 Uhr

Prof. Dr. Michael Meyer (Berlin), Dr. Thomas Westphalen (Dresden), Dr. Sabine Wolfram (Chemnitz) Die Archäologischen Gesellschaften in Sachsen und Brandenburg und die Freunde des smac

10:50-11:10 Uhr

Dr. Jasper von Richthofen (Görlitz) Von der Aufklärung zur vaterländischen Altertumskunde. Das Wirken der Görlitzer Wissenschaftsgesellschaften und der Beginn archäologischer Forschung in der Oberlausitz.

11:10-11:30 Uhr

Dr. Thomas Kersting (Wünsdorf) Grenzen als archäologische Denkmale

11:30-11:50 Uhr

Dr. Eberhard Bönisch (Calau) Urgeschichtliche Territorialgliederung und heutige Grenzen.

11:50-12:10 Uhr

Prof. em. Dr. Bogusław Gediga (Wrocław) Neues über die Kultur der Bronze- und frühen Eisenzeit im Oder-Neiße-Gebiet.

Mittagspause: 12:10-13:30

13:30-15:00 Uhr Schloss- und Parkführung (Cord Panning, Stiftung "Fürst-Pückler-Park Bad Muskau")

15:00-15:20 Uhr

Peter Schöneburg (Weißwasser/Dresden) Unterschiedliche Standortfaktoren - unterschiedliche Besiedlungsmuster. Ergebnisse der archäologischen Untersuchungen in den Tagebauen Nochten und Reichwalde

15:20-15:40 Uhr

Dr. Paweł Konczewski, Magdalena Konczewska, Dr. Jacek Szczurowski (Wrocław) Archäologische Untersuchungen zu Kultur und Umwelt der Oberlausitz am Beispiel der Mikroregion um Tormersdorf-Toporów.

15:40-16:00 Uhr

Deborah Schulz (Calau/Berlin) Einwanderung aus Polen: Kaiserzeitliche Schichtgräber in der Niederlausitz

16:00-16:20 Uhr

Dr. Christian Zschieschang (Leipzig) Frühmittelalterliche Grenzen und ihre Überwindung in der Neißeregion. Der namenkundliche Befund im Vergleich mit der Archäologie Präsentation des Staatlichen Museums für Archäologie Chemnitz (smac).

16:20-16-30 Uhr

Dr. Doreen Mölders (Chemnitz) Die nächste Sonderausstellung "Sachsen & Böhmen. So nah - so fern" des Staatlichen Museums für Archäologie Chemnitz

Kaffeepause: 16:30-17:00 Uhr

Mitgliederversammlung 17:00-18:30 Uhr

Ab 19:00 Uhr Abendessen und Kennenlernen in gemütlicher Runde.

 

Sonntag, 15.04.2018

Exkursion - Beiderseits der Neiße Das Exkursionsprogramm befindet sich noch in Planung. Voraussichtliche Stationen: Bad Muskau - Tagebau Nochten (Grabungsbesichtigung und Besuch des Aussichtspunkts) - Triebel - Sommerfeld/Lubsko ("eingesunkene" Stadtkirche) - Witzen/Wicina (früheisenzeitlicher Burgwall) - Pförten/Brody (Schloss) - Forst (Stadtkirche mit Brühlscher Gruft) - Weißwasser/Bad Muskau

 

Wir bitten um Anmeldung bis 28.02.2018.

TAGUNGSPROGRAMM | ANMELDEFORMULAR | UNTERKUNFTSVERZEICHNIS

 Bildnachweis: © René Egmont Pech

Mitglieder erhalten in diesem Jahr den Ausstellungskatalog "Tod & Ritual - Kulturen von Abschied und Erinnerung" (Begleitband zur gleichnamigen Sonderausstellung im Staatlichen Museums für Archäologie Chemnitz) als Jahresgabe.

Sie unterstützen die Vereinsarbeit, wenn Sie uns helfen, Portokosten zu sparen. Es besteht die Möglichkeit, Ihre Jahresgabe nach vorheriger Absprache in folgenden Einrichtungen abzuholen:

Dresden-Klotzsche, Zur Wetterwarte 7 (Landesamt für Archäologie)

Leipzig, Heilemannstraße 3 (Außenstelle LfA)

Chemnitz, Staatliches Museum für Archäologie