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Aktivitäten - Exkursionen und Vorträge

Aktuelle Aktivitäten: Juli - Oktober 2019

Unser Veranstaltungskalender, der quartalsweise erscheint, enthält nicht nur die Aktivitäten der Archäologischen Gesellschaft in Sachsen e.V., sondern auch ausgewählte Veranstaltungen Dritter, die unser Programm thematisch und räumlich ergänzen. Hinweise, Ergänzungen und Vorschläge hierzu werden natürlich gerne postalisch oder per Mail an aktivitaetenagis.sachsende entgegen genommen!

Leitet Herunterladen der Datei einVeranstaltungskalender Juli - September 2019


Auf einen Blick: die aktuellen AGiS-Aktivitäten

Leitung: Bodo Plesky und Jasmin Kaiser M.A. (Museum der Westlausitz)

Treffpunkt: Museum der Westlausitz Kamenz, Pulsnitzer Str. 16, 01917 Kamenz

Bronze ist eines der wichtigsten Materialien der Vorgeschichte. Doch die Legierung dieses Metalls und die Herstellung von Bronzeobjekten ist gar nicht so einfach. Im Museumsgarten werden wir verschiedene Gusstechniken testen. Das Formen von Wachsmodellen gehört genauso dazu wie die Herstellung der Ton- und Sandformen oder das Polieren unserer Erzeugnisse. Und natürlich hat jeder die Gelegenheit, sich am Blasebalg zu üben. Wer möchte, kann ein kleines, kompaktes Objekt mitbringen und nachgießen (z.B. breiter Fingerring). Im Anschluss kann die Sonderausstellung "Haie - Räuber seit Jahrmillionen" und die Dauerausstellung individuell besichtigt werden.

Ein Mittagsimbiss oder ein Stück Kuchen mit Kaffee kann im Museumscafé eingenommen werden. Bitte denken Sie an Arbeitskleidung und festes Schuhwerk (Funkenflug). Die Veranstaltung eignet sich für Familien.

Dauer: 3-4 Stunden

Kosten: Für Mitglieder 5 €, Kinder 2,50 €, Nichtmitglieder 7 €

Verbindliche ANMELDUNG erforderlich. Begrenzte Teilnehmerzahl.

In Kooperation mit dem Museum der Westlausitz Kamenz.

Leitung: Dipl.-Ing. Ingo Fischer (Architekt) und Dr. Thomas Westphalen

Die Sonderausstellung "Friedrich August und Maria Josepha - das verlorene sächsische Rokoko" erinnert 300 Jahre später nicht nur an die Feierlichkeiten, sondern auch an die Bedeutung der Hofkultur unter dem 1733 seinem Vater nachfolgenden König August Ill., das familiäre Leben des wettinisch-habsburgischen Ehepaares und seine historischen Lebensumstände.

Der geführte Rundgang umfasst Ausstellung, Schloss und Gartenanlage inkl. gartenarchäologischer Führung.

Kosten: Eintritt wird vor Ort gezahlt.

Anmeldung bis spätestens 15. August 2019 über: thomas.westphalenlfa.sachsende

FLYER.

In Kooperation mit dem Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V.

Leitung: Dr. Thomas Westphalen, Frank Männig (Stadtentwässerung Dresden GmbH), Gerd Pfitzner (Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz; AGiS-Mitglied), Mario Sempf (AGiS-Mitglied)

Treffpunkt: Theaterplatz, am König-Johann-Denkmal vor der Semperoper, 01067 Dresden

Der Stadtspaziergang führt zu verborgenen Denkmalen, die unter der Dresdner Altstadt erhalten sind. Dabei stehen die mittelalterlichen Keller unter dem Quartier zwischen Altmarkt und Dr.-Külz-Ring ebenso auf dem Programm wie die Reste der Stadtbefestigung, die in die modere Bebauung integriert wurden. In die Geschichte des Abwasser-Kanalnetzes unter der Dresdner Altstadt wird Frank Männig (Stadtentwässerung Dresden) einführen. Reale Einblicke ermöglicht ein Kamera-Team der Stadtentwässung: An verschiedenen Stationen kann man historische Kanalisationen mittels Live-Übertragung erleben, darunter auch den ältesten, immer noch in Betrieb befindlichen Abwasserkanal unter dem Theaterplatz. Oberirdisch gibt uns Mario Sempf das Geleit und wird uns bestens mit abgründigen Geschichten aus dem alten Dresden unterhalten.

Dauer: ca. 3 Std.

Kosten: Für AGiS-Mitglieder frei. Nicht-Mitglieder: 5€

Um verbindliche ANMELDUNG bis 28. August wird gebeten. Begrenzte Teilnehmerzahl. AGiS-Mitglieder werden bei der Platzvergabe bevorzugt.

In Kooperation mit der Stadtentwässerung Dresden GmbH.

Abbildungsnachweis: © Frank Männig

Leitung: Jasmin Kaiser M.A. und Dr. Thomas Westphalen

Treffpunkt: Bushaltestelle am Hauptbahnhof, Bayrische Straße, 01069 Dresden

Die Oberlausitz zählt zu den burgenreichsten Landschaften in Deutschland. Allein zwischen Kamenz und Bautzen befinden sich ca. 30 Befestigungen. Die Reste der Burgwälle sind noch heute imposante Monumente einer frühen Besiedlung und bedeutende Bodendenkmale. Die ältesten Burgen stammen aus der Bronze- und Früheisenzeit zwischen 1200 und 600 v. Chr. Die meisten Anlagen wurden aber ab dem 10. Jahrhundert errichtet und oft bis ins 12. Jahrhundert genutzt. Zwischen beiden Burgbauphasen liegen also ca. 2000 Jahre. Wir wollen auf unserer Exkursion einige herausragende Anlagen besuchen, ihre Bauweise kennenlernen, ihre Funktion ergründen und ihre Rezeption verstehen. So ist die Ostroer Schanze nicht nur auf Grund ihrer Größe von mehreren Hektar bemerkenswert, sondern vor allem wegen ihrer Nutzung in vorgeschichtlicher und slawischer Zeit. Aber auch Kopschin und Doberschau sind Beispiele für beeindruckende slawische Anlagen. Sichtbar wird hier eine Landschaft, die eine zentrale Rolle im überregionalen Herrschaftsgefüge einnahm. Vor diesem Hintergrund ist ihre Einbeziehung in die kriegerischen Auseinandersetzungen des 11. Jahrhunderts nicht verwunderlich. Mit Schmochtitz und dem Perfert in Pulsnitz begegnen uns Orte, die für die hochmittelalterliche Kolonisation der westlichen Oberlausitz stehen. Schließlich wollen wir den Niederkainer Schafberg als einen der bedeutendsten vorgeschichtlichen Bestattungsplätze Mittedeutschlands besuchen und uns über die Ergebnisse jahrzehntelanger Forschungen und jüngster Grabungen informieren.

Gelegenheit zur Mittagseinkehr vorhanden.

Kosten: 35 € für Mitglieder von AGiS und Sächsischem Heimatschutz, Schüler, Studenten, Nichtmitglieder: 40 €. Enthalten sind die Kosten für Busfahrt, Eintritte, Führungen.

Anmeldung über das ANMELDEFORMULAR des Sächsischen Heimatschutz e.V.

In Kooperation mit dem Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V.

Treffpunkt: wird noch bekanntgegeben. 01326 Dresden-Pillnitz

Auf Einladung von Kurator und Historiker Mike Huth M.A. steht am 20. September ein exklusiver Rundgang durch die Sonderausstellung "Seiner Zeit voraus! Prinz Max von Sachsen - Priester und Visionär" im Schloss Pillnitz auf dem Programm. Die Schau über diesen eher unbekannten Wettiner zeigt einen Menschen, der sich zeitlebens mit Gedanken der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes sowie des friedlichen Miteinanders auf religiöser und gesellschaftlicher Ebene beschäftigte. Prinz Max von Sachsen, der Bruder des letzten sächsischen Königs Friedrich August III., wurde 1870 in Dresden geboren. Nach der für einen Prinzen üblichen Erziehung und Ausbildung studierte er Rechtswissenschaften und wurde zum Doktor beider Rechte promoviert. Die Berufung zum Priesteramt führte ihn an verschiedene Seminare und Universitäten. Als Feldgeistlicher zog er im Ersten Weltkrieg mit dem Sächsischen Armeekorps nach Belgien und Frankreich. Die schrecklichen Erlebnisse dort, insbesondere Kriegsverbrechen an der Zivilbevölkerung, machten aus ihm einen engagierten Pazifisten.

Im zweiten Teil der Veranstaltung steht einer der eindrucksvollsten sächsischen Schlossparks im Fokus. Lange bevor August der Starke Schloss Pillnitz Gräfin Cosel überließ, befand sich hier bereits ein "herrlicher Lustgarten". Wie die Geschichte weiterging, der Garten Parkgestalt annahm und Begebenheiten aus dieser Zeit, erfährt man bei einem abendlichen Park-Rundgang mit "Altgärtner" Wolfgang Friebel.

Kosten: 7 € für AGiS-Mitglieder und LfA-Mitarbeiter (inkl. Eintritt in Museen, Park und Palmenhaus); Nicht-Mitglieder: 10 €

Um verbindliche ANMELDUNG bis 10. September wird gebeten.

Abbildungsnachweis: © Georg Zimmermann

Leitung: Dr. Thomas Westphalen

Treffpunkt: am Wanderweg zur Bosel am Boselweg, 01640 Sörnewitz (KARTE)

Die Boselspitze oberhalb von Sörnewitz gehört zu den bekanntesten Aussichtspunkten Sachsens. Von hier überschaut man das gesamte Dresdner Elbtal. Bereits in der Jüngeren Bronzezeit wurde die Spitze durch einen Abschnittswall gesichert, der in Teilen auch heute noch erhalten ist. Vor allem die botanischen Besonderheiten und die Gefährdung durch fortschreitenden Steinbruchbetrieb veranlassten den Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V. bereits 1908 Teile der Bosel zu erwerben und hier einen "Pflanzengarten" anzulegen, der heute Teil des botanischen Gartens der TU Dresden ist. Durch weitere Käufe seit 1997 ist der Landesverein heute Eigentümer großer Teile der ehemals 4 ha großen jungbronzezeitlichen Burg.

Gelegenheit zur gemeinsamen Mittagseinkehr im "Gästehaus Boselspitze".

Kosten: Für Mitglieder frei. Nichtmitglieder: 2 €

Um ANMELDUNG wird gebeten.

Abbildungsnachweis: © Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V.

Leitung: Jürgen Dittrich und Dr. Thomas Westphalen

Treffpunkt: Bushaltestelle am Hauptbahnhof, Bayrische Straße, 01069 Dresden

Wir setzen unsere Exkursionen aus den Vorjahren in nordwestlicher Richtung fort und wollen zwischen Frauwalde im Osten und Thallwitz im Westen archäologische, geschichtliche und geologische Ziele entlang der Lossa aufsuchen. So abgelegen das Lossatal heute erscheint, so reich sind die archäologischen und kulturgeschichtlichen Hinterlassenschaften, so vielfältig ist auf kleinstem Raum die Landschaft zwischen dem Tal der Lossa und den Hohburger Bergen. Schlösser, Rittergüter, bronzezeitliche Grabhügel, Wehrkirchen, das Geburtshaus Cornelius Gurlitts in Nischwitz und vor allem die in Sachsen einzigartige keltenzeitliche Burg auf dem Burzelberg bei Hohburg werden unsere Ziele sein. Geologisch gehört dieses Gebiet überwiegend zum Nordwestsächsischen Eruptivkomplex. Diesen vulkanischen Rhyolithen (Quarzporphyren) werden wir in den Hohburger Bergen (mit dem 240 m hohen Löbenberg) begegnen, wo sie in zahlreichen Steinbrüchen (Frauenberg, Zinkenberg) abgebaut wurden. Wir werden in diesem Zusammenhang auch das Volkskunde- und Technikmuseum Steinarbeiterhaus Hohburg besuchen und dann auf einer kurzen Wanderung über den Kleinen Berg besonders den Phänomenen der quartären Gesteinsüberprägung durch die Inlandeisgletscher der Elster- und Saale-Kaltzeiten (Gletscher- und Windschliff) und ihrer Bedeutung für die Erforschung des Eiszeitalters nachgehen. Eiszeitliche Befunde sind auch in mehreren umliegenden Orten zu finden (Böhlitz, Röcknitz). Daneben finden sich diese Gesteine auch tiefgründig verwittert, wodurch Kaolingewinnung möglich war.

Gelegenheit zur Mittagseinkehr vorhanden.

Kosten: 35 € für Mitglieder von AGiS und Sächsischem Heimatschutz, Schüler, Studenten, Nichtmitglieder: 40 €. Enthalten sind die Kosten für Busfahrt, Eintritte, Führungen.

Anmeldung über das ANMELDEFORMULAR des Sächsischen Heimatschutz e.V.

In Kooperation mit dem Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V.

Das Bauhaus in Dessau feiert sein 100jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass laden die "Freunde des smac e.V." Sie zu einer gemeinsamen Busexkursion nach Desslau-Roßlau ein. Den vorläufigen Programm-Entwurf finden Sie hier: ABLAUF

Wichtig: Bei Interesse bitte Rückmeldung bis 7. August an folgende Email: postsmacfreundenet

Bitte geben Sie Ihre Terminpräferenzen an (26. und/oder 27. Oktober). Eine zeitnahe Antwort ist erforderlich, da nur so die passende Busgröße etc. ermittelt werden können. Familienmitglieder, Freunde und Bekannte sind herzlich willkommen!

Kosten: ca. 70-80 € (inkl. Reisenkosten, Eintritte und Mittagessen). Wie immer gilt: Mitglieder der Freunde des smac e.V. und der AGiS zahlen weniger als Nicht-Mitglieder.

Kuratorenführung durch die Sonderausstellung "Leben am Toten Meer" mit Dr. Sabine Wolfram (Museumsdirektorin & AGiS-Mitglied).

Treffpunkt: smac - Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz, Foyer, Stefan-Heym-Platz 1, 09111 Chemnitz

Das Tote Meer ist nicht nur der niedrigste Punkt der Erde sondern konfrontiert Menschen auch mit einer lebensfeindlichen Umgebung. Und dennoch - über viele Jahrtausende hinweg ließen sich Menschen hier nieder, bauten Siedlungen, Festungen und Kultstätten. Sie nutzten die natürlichen Höhlen über Jahrhunderte als Zufluchtsorte und hinterließen dort Alltags-, aber auch Wertgegenstände. Orte wie Jericho, Teleilat Ghassul, Bab edh-Drah, Qumran und Masada sind weltberühmt. "Leben am Toten Meer" stellt diese einzigartige Kulturlandschaft entlang der Themenpfade "Natur & Lebensgrundlagen", "Wellness, Mobilität, Siedlungen & Zufluchtsorte", "Krieg & Frieden" sowie "Kult & Religion" vor. Außerdem gewährt die Ausstellung Einblicke in die Geschichte der archäologischen Erforschung und der einzigartigen Textilfunde.

Um ANMELDUNG wird gebeten.

In Kooperation mit dem smac - Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz.

Abbildungsnachweis: © mindbox GmbH